Alte Festlichkeit und neue Kargheit

Der Poet und Pfarrer Friedrich Karl Barth hatte großen Einfluss auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag, er war daran beteiligt, den heiter-festlichen Charakter zu prägen, der das christliche Laientreffen noch heute bestimmt. Vor dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010 sagt Barth: “Inzwischen würde ich dazu raten, eine große Strenge in allem, was geschieht, walten zu lassen. […]

Weherufe eines Zweiflers

Er hat Theologie studiert, diese aber verlassen. Und nun? Arnold Stadler lebt vom Zweifeln, Träumen, Schreiben. Er ist ein Schriftsteller, der nicht plötzlich fromm geworden ist, sondern es vielleicht immer war und sein und bleiben wollte. In “Salvatore” rechnet er mit heutigen Theologen ab, diesen Quasi-Politikern und Immer-Engagierten, die wie Automechaniker am Evangelium herumschrauben. Georg […]

Ehebruch? Und Jesus macht nichts

Für viele war Jesus wohl fast so etwas wie ein Manager, schließlich war er unterwegs und tätig, half Kranken, hielt Reden, weckte Tote auf, arbeitete unentwegt für das Reich Gottes. Für den Schriftsteller und Büchnerpreisträger Arnold Stadler (“Ein hinreissender Schrotthändler”) hat Jesus etwas Befreiendes, weil er in einer ganz bestimmten Situation überhaupt nichts tat. Für […]

Anarchie beim Apfelwein

Schriftsteller Andreas Maier über Gott im Apfelweinlokal, Gerichtspredigten und das Leben als Singvogel. Das Interview für Publik-Forum führte Georg Magirius, Redaktion: Britta Baas.

Lautloses Musical

„Es ist ein wenig schizophren, man fühlt sich wie zwei in eins. Man kann nicht mal so eben improvisieren“, sagt Schauspielerin Claudia Viehmann. Und auch Sabine Voss, die die Gebärdendolmetischerin, muss präzise sein: „Das Dolmetschen geschieht gleichzeitig, also nicht wie sonst üblich leicht zeitversetzt.“ Dieses doppelte Spiel sei mehr als nur eine Kopie: „Gerade in […]

Wie man das Studium überlebt

Nicht nur bei Partys und Filmabenden, auch im normalen Unibetrieb sind Getränke wichtig. „Der Koffeinkonsum steigt rapide“, sagt an der Cafétheke des ökumenischen Wohnheims Frankfurt Max Daege, der vor seinen juristischen Examensprüfungen steht. Sein mittäglicher Cappuccino kommt, in dessen cremigen Schaum mit Latteart ein feingliedriges Blatt gezeichnet ist. Ein Cafébesuch öffne wie nebenbei die Augen […]

Bonn, Berlin, Paris, London, Alsfeld

Warum macht die junge Französin Claire Dugrillon ausgerechnet in einer hessischen Kleinstadt ein Zeitungspraktikum? Georg Magirius gibt in seinem Porträt für die Oberhessische Zeitung eine Antwort.

Theater – das heißt frei zu sein

Auf dem Marktiplatz von Alsfeld wurden schon “Bierkriege” und “Hochzeitsfeste” als mittelalterliches Theaterspektakel aufgeführt. Die Laien-Schaupieler haben Stunden, Tage und manchmal sogar Wochen mit Proben und den Aufführungen verbracht: Warum macht das jemand? Georg Magirius hat eine Probe besucht und sich in seiner Reportage auf die Suche nach der Fasziniation des Theaters begeben.

Warum es Kalender gibt

Wieso unterteilt man die Zeit in Jahre, Tage, Monate? Warum also gibt es Kalender? Und wie können sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen so verabreden, dass sie sich nicht verfehlen? Antworten finden sich unter dem Stichwort “Sonne, Mond und nicht nur ein Kalender” hier. Redaktion dieses Hörfunkbeitrags: Nora Enns.

Wie Kinder schöne Töne finden

„Geh nach Ninive!“ Ein Junge lässt den Ruf Gottes an den Propheten Jona durch ein Megaphon hallen. Die Kinder verwandeln den Spruch  in ein Lied, lassen die Arme nach vorne schnellen. Wie bei Fans auf Stadiontribünen sieht das aus, ähnlich stark sind auch die Stimmen, nur klingen sie nicht bierstimmentief, sondern kindlich hell. Die Probe […]

Wozu Musik imstande ist

Sie kann Unmut in Sympathie oder gar in Liebe verwandeln, dazu vermag sie Wasser auf eine Weise hörbar zu machen, dass man ahnt: Zwei einander eigentlich Unbekannte starten rauschhaft in ein Liebesleben. So kündigt Kai-Uwe Woytschak im ERF die biblischen Liebesgeschichten aus “… denn die Liebe ist von Gott” von Georg Magirius an. Bettina Linck […]